Freitag, 7. November 2008

Vamos a caballo!

Hui, ein schnelles Update! Wade und ich sind gerade in San Isidro, um einen Zwischenstopp auf der Reise zu seiner Finca im Sueden Costa Ricas zu machen. Dort wird es wieder einmal kein Internet geben, weshalb ich jetzt noch fix ueber den gestrigen Tag schwaermen will.
Los ging es am Morgen mit einer faustdicken Ueberraschung von Wade. Ich wusste zwar, dass wir nach Cascardillo wollten, aber nicht wie wir dort hin gelangen sollten. Wie sich spaeter herausstellen sollte, handelte es sich lediglich um eine Blockhuette in den Bergen mit wohlklingendem Namen. Und wie kommt man dorthin? Per Pferd!Ich weiss gar nicht genau, wann ich das letzte Mal geritten bin. Ich vermute mal vor ungefaehr zehn Jahren, als ich mit meinen Eltern in Oesterreich auf dem Bauernhof Urlaub gemacht hatte. Und dann auch nur unter Aufsicht im eingezaeunten Auslauf....
Es war nichtsdestotrotz ein wunderbarerer Ritt. Anfangs sass ich auf dem schwarzen Hengst (im Bild), mit dem ich bis hoch nach Cascardillo gekommen bin. An zweiter Stelle musste er auch nur Wade folgen und ich hatte weniger Arbeit mit den Zuegeln. Allerdings war mir durchaus bewusst, dass eher er mich als ich ihn fuehrte. Und so machte er sich dies nach unserer Rast auf den folgenden Steilabschnitten auch schamlos zu nutze, als er einfach immer wieder sporadisch vor Steilanstiegen stehen blieb. Da half auch dann kein Tritt in die Flanke oder der erst zoegerliche Einsatz der Rute. Nach einem Pferdwechsel musste selbst der erfahrenere Wade absteigen, um das stoerrische Biest zu bewegen.
Als wir schliesslich nach drei Stunden den Gipfel erreicht hatten, besichtigten wir die dort gepflanzten Baumsproesslinge und befreiten die Pfade mit der Machete von Unkraut. Danach blieb auch noch Zeit, die leider etwas truebe Aussicht auf den Carara Nationalpark und die unter uns liegende Waldlandschaft zu geniessen und fotografieren.
Anschliessend ging es auf den fuer die Pferde einfacheren Weg abwaerts. Ich muss gestehen, dass mir Trab aufgrund der harten Hinternmassage nicht zusagt, aber Galopp auf den wenigen flachen Wegen ist einfach nur Yippieyeah! Reiten macht auf jeden Fall 100x mehr Spass, als sich in ein metallenes Ungetuem zu setzen.
Nachdem wir noch einen Schimmel fingen, um in mit ins Tal fuehrten, ging es steil bergab durch das Grasland des Gipfels bis hinunter zu den Furten der Bergquellen, die Arbofilia als essentiellen Teil des Oekosystems ebenfalls versucht intakt und rein zu halten. Dies ist nicht nur fuer die Natur wichtig, sondern auch fuer die Bewohner am Fusse der Berge, die sonst keine sichere Trinkwasserversorgung haetten. Auf der Station und in den Bergen ist das Wasser auch ohne Probleme trinkbar und ich habe gluecklicherweise noch keine Durchfall oder aehnliche nervige Reisekrankheiten bekommen. Auf das es so bleibt und euch auch viel Gesundheit!

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